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5 Min. Lesezeit

Digitale Stärkung für afrikanische Unternehmer: der Aufbau eines bleibenden Vermächtnisses

Geschrieben von

Talk360 Editorial

Veröffentlicht am

17. Juli 2025

Unternehmergeist liegt bei Dean in der Familie – ein Weg, der über Generationen vorgezeichnet wurde und ein starkes Vorbild für einfallsreiches, gemeinschaftsorientiertes Unternehmertum bietet. Sein Großvater, ein echter Serienunternehmer, betrieb eine Schweinefarm bei Polokwane, führte ein improvisiertes Kino und baute sogar während des repressiven Group Areas Act geschickt eine florierende Fleischhauerei auf. Deans Vater teilte diesen Unternehmergeist und gründete Polokwanes erste Fahrschule, die rasch zur größten der Provinz wurde. Deans unternehmerische Bestimmung stand fest, auch wenn er Zeit brauchte, um sie anzunehmen.

Das ist Deans Geschichte über den Aufbau eines unternehmerischen Vermächtnisses durch digitale Stärkung in Afrika

Unternehmergeist liegt bei Dean in der Familie – ein Weg, der über Generationen vorgezeichnet wurde und ein starkes Vorbild für einfallsreiches, gemeinschaftsorientiertes Unternehmertum bietet. Sein Großvater, ein echter Serienunternehmer, betrieb eine Schweinefarm bei Polokwane, führte ein improvisiertes Kino und baute sogar während des repressiven Group Areas Act geschickt eine florierende Fleischhauerei auf. Deans Vater teilte diesen Unternehmergeist und gründete Polokwanes erste Fahrschule, die rasch zur größten der Provinz wurde. Deans unternehmerische Bestimmung stand fest, auch wenn er Zeit brauchte, um sie anzunehmen.

Nach Abschluss seines Studiums der Informationstechnologie, Dean begann seine Karriere als Softwareentwickler und baute dabei gezielt sein Netzwerk auf, während er Erfahrung sammelte. Das erwies sich als entscheidende Strategie, denn ein wichtiger Kontakt eröffnete ihm später die Möglichkeit, beim Aufbau von AdaptIT mitzuwirken, dem ersten Software-Entwicklungsunternehmen des Landes in Schwarzem Besitz. Er machte sich rasch einen Namen, verfeinerte laufend seine Fähigkeiten und entdeckte seine Leidenschaft dafür, Technologie zugänglicher zu machen.

„Tief in mir wusste ich, dass ich meine unternehmerische Berufung ignoriert hatte, und das ließ mich nicht los. Mein Vater hat mich immer aufgezogen, dass ich die Kette der letzten zwei Generationen durchbreche. Es war kein Druck, eher eine Erinnerung daran, dass ich mich irgendwann meiner wahren unternehmerischen Berufung stellen musste.“

Als sein Vater verstarb, entschied sich Dean, einen Schritt zurückzutreten und seinen beruflichen Weg neu zu überdenken. Ein Freund schlug ihm vor, seine Erfahrung aus dem Telekommunikationsbereich zu nutzen. Nach vielen Gesprächen entstand ein neues Unternehmen: Digichilli, das erste ungedrosselte ADSL-B2C-Angebot Südafrikas. Als perfektes Beispiel für Product-Market-Fit baute sich das Unternehmen rasch eine treue Kundschaft auf und zog sogar Übernahmeangebote an.

Diese abzulehnen, erwies sich letztlich als entscheidender Fehler, denn stark finanzierte neue Anbieter übernahmen bald genau jenen Markt, der einmal ihrer war. Für Dean hieß es wieder: zurück auf Los. Kurz darauf wurde er als GM Operations bei Bwired angeworben, einem Telekommunikationsanbieter, der sich für leistbares Internet und Breitbanddienste einsetzte.

Fest entschlossen, sein berufliches Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, wurde Dean bei der Planung seiner nächsten Schritte gebeten, beim Aufbau von Sowetos erstem WLAN-Netzwerk zu helfen – eine wichtige Gelegenheit, einer Gemeinschaft mit bislang eingeschränktem Zugang zu digitalen Diensten zu dienen. Ohne es damals zu wissen, war dies genau die letzte Erfahrung, die ihn auf eine entscheidende, lebensverändernde Gelegenheit vorbereitete, die bald folgen sollte. Hans, ein Mitunternehmer aus den Niederlanden, wurde ihm über einen gemeinsamen Kontakt vorgestellt. Hans stand damals vor großen Hürden, seine Reise-Calling-App auf dem südafrikanischen Markt einzuführen. Deans einzigartige Expertise machte ihn zur idealen Person, eine überzeugende Lösung zu liefern.

„Als ich die Calling-App sah, erkannte ich das Potenzial, wusste aber auch, dass sie vom Erste-Welt-Produkt, das sie damals war, angepasst werden musste. Ich habe Hans das Leben im Township gezeigt: die Spaza-Shops und die ausländischen Staatsangehörigen, die mit ihrer Familie in anderen afrikanischen Ländern in Kontakt bleiben wollten. Da eröffnete sich eine ganz neue Welt an Möglichkeiten.“

Mit Deans tiefem Verständnis für Telekommunikation und den afrikanischen Markt sowie Hans' Produkt-Know-how und Fähigkeit, Kapital zu beschaffen, war das Duo bestens gerüstet, um internationales Telefonieren für die afrikanische Diaspora grundlegend zu verändern. Dean konzentrierte sich intensiv darauf, wie sich das Produkt lokalisieren ließe, um etwa Kund:innen ohne Bankkonto über ihre alltäglichen Kanäle zu erreichen. Seine Vision war es, Talk360 als Produkt zu etablieren, das sich natürlich in diesen besonderen Lebens- und Alltagsraum einfügt.

„Wir haben für viele Menschen ihr erstes kostenpflichtiges digitales Produkt eingeführt. Es musste datensparsam, durchdacht, einfach zu bedienen und zugänglich sein. Da so viele verschiedene Sprachen gesprochen wurden und die digitale Kompetenz gering war, lag der Großteil der Arbeit im Vermitteln und Erlernen.“

Jahre engagierter Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft führten zur heutigen starken Verbreitung von Talk360. Mit Südafrika als Vorzeigemarkt hat sich Talk360 seither in weitere Märkte in ganz Afrika ausgeweitet. Dean beruft sich dabei auf einen Satz seines Vaters: „bissl für bissl“ was bedeutet, dass große Erfolge durch viele kleine, oft unbemerkte Beiträge entstehen. Dean sieht die Zukunft von Talk360 darin, Kund:innen laufenden Zugang zu relevanten, modernen digitalen Diensten zu bieten. Da Vertrauen die künftige Nutzung antreibt, ist Talk360 bestens positioniert, um Gemeinschaften mit verlässlichen Lösungen zu stärken.

„Manchmal verliere ich mich im Aufbauen und versuche dann bewusst innezuhalten, um wirklich zu sehen, wo ich gerade stehe. Es berührt mich jedes Mal, wenn ich in ein Township oder eine Gemeinschaft komme und sehe, dass wir irgendwie der Grund dafür sind, dass Menschen mit ihrer Heimat telefonieren können. Zu erkennen, wie sehr wir mit dem, was wir mit Talk360 erreicht haben, das Leben von Menschen beeinflussen, ist etwas, das ich mein Leben lang in Erinnerung behalten werde.“

Auf seinem Weg hat Dean bei vielen „Premieren“ eine entscheidende Rolle gespielt – ganz der Vater seines Vaters. Er ist ein Pionier, ein echter Aufbauer, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, solche Visionen Wirklichkeit werden zu lassen, und dabei oft schafft, was andere für unmöglich halten.

Für weitere Informationen

Talk360 Press Office